BIKERS NEWS

Das Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene


Seit über 30 Jahren ist die BIKERS NEWS das Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene. Aktuell, unparteiisch und unterhaltsam dokumentieren wir das Clubleben, geben Tipps in Sachen TÜV und Behörden und präsentieren die jüngsten Trends im Custombike-Bau.


BIKERS NEWSSeit 1982 veröffentlicht der Huber Verlag die BIKERS NEWS. Die Zeitschrift versteht sich als Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene, ihr Schwerpunkt liegt auf der Berichterstattung über Motorradclubs, ihre Kultur und Philosophie, ihre Bikes und Events.

Mit diesem Konzept richtet sie sich vor allem an Leser aus diesen Kreisen, an Mitglieder von Clubs, aber auch an ungebundene, „freie“ Biker.

Die BIKERS NEWS erscheint monatlich mit einer Druckauflage von etwa 100000 Exemplaren. Alle vier Wochen erfahren die Leser auf über 130 Seiten alles Wissenswerte rund um die Themen Clubleben, Custombikes und Events. Aktuell, unparteiisch und unterhaltsam stellt das BIKERS-NEWS-Team größere und kleinere Motorradclubs aus dem In- und Ausland vor, gibt der Schraubergemeinde praktische Tipps in Sachen TÜV und Technik oder bittet Persönlichkeiten aus Politik und Prominenz zu exklusiven Interviews. Ein großer Serviceteil mit Kleinanzeigen, Händler-News und Terminen macht das Heft zur unverzichtbaren Informationsquelle aller Biker und Rocker. BIKERS NEWS – aus der Szene, für die Szene.

Editorial der aktuellen BIKERS NEWS-Ausgabe

Zen und die Kunst, ein Motorrad zu schrotten


Es gibt Accessoires, die kennt jeder. Bierdosenhalter für den Lenker zum Beispiel. Dabei sind die völlig überflüssig – ich habe jedenfalls noch nie einen Halter gesehen, in dem wirklich eine Dose steckte.
 

Das Gleiche gilt auch für Bücher. Es gibt welche, die stehen fast in jedem Regal, doch so richtig verstanden hat sie keiner. Trotzdem oder gerade deswegen kommt es immer gut, wenn man ein passendes Zitat daraus zur Hand hat. Das reichlich esoterische „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ von Robert Pirsig ist so ein Buch. Das Manuskript wurde zunächst von über 100 Verlagen abgelehnt, dann wurde es ein internationaler Bestseller. Scheiße, selbst Sonny Barger nimmt in seiner Autobiografie Bezug auf diesen Schinken von 1974. Irgendwas muss doch also dran sein – oder nicht?

Ich selbst besitze kein eigenes Exemplar, hatte mir das Teil aber vor rund zehn Jahren von meiner Freundin ausgeliehen und zu Gemüte geführt. Was der Autor uns sagen will, habe ich aber bis heute nicht verstanden.

Allerdings gibt es eine geheimnisvolle Verbindung zwischen mir und diesem Buch. Nachdem ich durch war, habe ich es nämlich an einen Kumpel weiterverliehen, der in einer Bauwagen-Siedlung wohnt. Dort schauen auch immer wieder Rocker des örtlichen, international aufgestellten MCs vorbei und auch er liebt alles mit zwei oder vier Rädern. Genau der richtige Ansprechpartner, der mir das Buch erklären kann, dachte ich damals. Um Erlaubnis gefragt, ob ich es weiterverleihen darf, hatte ich meine Freundin damals nicht. Vielleicht nahm die Geschichte deswegen eine ungute Wendung – Karma und so.



Der Bauwagen meines Kumpels ist nämlich komplett abgefackelt, samt Buch. Irgendwann gab’s dann eine Soli-Party, deren Erlös für einen neuen Wagen gespendet werden sollte. Ich war auch dabei und nach einer langen Partynacht bin ich auf mein Moped gestiegen und wollte zu meiner Lady. Zuvor hatte ich mitten in der Nacht sogar noch eine neue Fußraste montiert, weil mir eine nach ein paar Metern abgebrochen war – einfach so, zack, ab. Ich hätte das Zeichen richtig deuten sollen, denn nach rund 30 Kilometern Vollgas geriet ich ins Straucheln und legte einen Highsider hin. Mein Moped rutsche auf der rechten Seite vor mir die Autobahn entlang und ich den Funken hinterher. Es war die Seite mit der Satteltasche. Und darin steckte das neue Exemplar des Buches, das ich für meine Freundin besorgt hatte. Wie es nach dem Sturz aussah, seht ihr auf dem Bild. Wie ich aussah, wollt ihr nicht sehen.

Es liegt wohl in unserer Natur, hinter allem einen tieferen Sinn zu suchen. Und wer sucht, der findet auch. Was nun aber der große Zusammenhang ist, der mich an dieses Buch bindet, weiß wohl nur der Herrgott. Von dem schrieb Pirsig, dass er ebenso bequem in den Zahnrädern eines Motorradgetriebes wie auf einem Berggipfel wohne. Was auch immer du uns damit sagen wolltest,
Robert, R.I.P.
Stand:23 May 2017 22:32:24/abo/bikers+news.html