DREAM-MACHINES + ROADBOOK

Deutschlands großes Harley-Davidson-Magazin


DREAM-MACHINES ist das führende Harley-Davidson Magazin. Ausführliche Tests, großzügige Bikeporträts sowie Fahrberichte der neuesten Serienmaschinen und der weltweit ungewöhnlichsten Top-Custombikes. Dazu wertvolle Umbautipps, Trends, Kultur, Zubehör, Marktübersichten und Szene-Events: Wer Harley liebt, kommt an DREAM-MACHINES nicht vorbei!

DREAM MACHINES DREAM-MACHINES ist das führende Harley-Davidson-Magazin. In exklusiven Bikeporträts präsentiert es topaktuelle Custombikes und zeigt deren Besonderheiten. Ausführliche Praxisfahrtests berichten über die neuesten Serienmaschinen und geben wertvolle Tipps zu deren Umbau.

DREAM-MACHINES stellt aktuelles Motorradzubehör vor, zeigt die Trends der Harley- und Customszene und informiert den Leser über deutsche und internationale Szene-Events. Im Technik- und Ratgeberteil gibt es wertvolle Informationen erfahrener Profis, die für jeden Biker unverzichtbar sind.

Weitere Themen sind Motorradreisen, Personalities, Veranstaltungstermine, History-Berichte, Leserbikes sowie ein umfangreicher Kleinanzeigenmarkt. DREAM-MACHINES erscheint seit 1999 mit einer Druckauflage von 50000 Exemplaren.   

Editorial der aktuellen DREAM-MACHINES + ROADBOOK-Ausgabe

Die Zeichen
stehen auf Sturm …


… denn für Harley-Davidson fing das Geschäftsjahr hierzulande denkbar durchwachsen an. Im Frühjahrsmonat März, traditionell ein Monat, in dem Motorräder für die kommende Saison gekauft werden, waren die Käufer beim Harley-Händler so zurückhaltend wie selten zuvor. Zumindest die letzten 15 Jahre gab es solch schlechte Zahlen nicht. Im Ranking der fünfzig bestverkauften Motorradmodelle in Deutschland ist Harley im März 2018 nur noch mit einem einzigen Modell vertreten, der Street Bob, und die dümpelt mit 190 verkauften Einheiten auf Platz 41 von 50 herum. Die vergangenen Jahre waren stets mindestens drei, meist sogar vier Harley-Modelle unter den Top 50 vertreten, die Forty-Eight hat es einmal sogar auf Platz 10 geschafft. Und jetzt das!

Erschwerend kommt hinzu, dass Donald Trump auf Krawall gebürstet ist und der EU mit Strafzöllen droht. Sollte es dazu kommen, hat Brüssel schon zurückgedroht, es werde Vergeltungszölle geben, und hat in diesem Zusammenhang mehrere Firmennamen genannt, die unmittelbar davon betroffen wären – und Harley-Davidson war explizit und namentlich einer davon. Sollte es tatsächlich zu einem Handelskrieg kommen, wäre das verheerend für die Händler wie auch die Kunden, ich denke, es wäre zu befürchten, dass das Geschäft mit den Bikes aus Milwaukee erst einmal zusammenbrechen würde. Pikanterweise wäre Indian von solchen Vergeltungszöllen der EU nicht automatisch mitbetroffen, denn von der Polaris-Tochter war in der Aufzählung möglicher „Kandidaten“, die mit Zöllen belegt würden, nicht die Rede.

Und dann landet der wichtigste Wettbewerber aus Minnesota kürzlich auch noch einen personellen Super-Coup, indem er sich mit dem Schweden Ola Stenegard den derzeit angesagtesten Motorraddesigner der Welt angelt (siehe hierzu auch die News-Meldung auf Seite 9). Stenegard war zuvor bei BMW und ist maßgeblich mitverantwortlich für den überwältigenden Erfolg des Supersportlers S 1000 RR und der stylischen NineT-Baureihe. Dieser Mann wird künftig also Indian-Motorräder designen. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen: Harley muss sich fortan noch wärmer anziehen als ohnehin schon, denn die Störfeuer aus Medina werden zunehmen. Indes, uns als Konsumenten kann das nur recht sein, denn bekanntermaßen belebt Konkurrenz das Geschäft.

Wäre schön, wenn wir in diesem Jahr endlich mal einen wirklich guten Biker-Sommer bekämen, der April hat ja schon mal ziemlich toll angefangen.

Ihr Dr. Heinrich Christmann

Chefredakteur

 
Stand:19 June 2018 12:33:46/abo/dream-machines.html