BIKERS NEWS

Das Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene


Seit über 30 Jahren ist die BIKERS NEWS das Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene. Aktuell, unparteiisch und unterhaltsam dokumentieren wir das Clubleben, geben Tipps in Sachen TÜV und Behörden und präsentieren die jüngsten Trends im Custombike-Bau.
BIKERS NEWSSeit 1982 veröffentlicht der Huber Verlag die BIKERS NEWS. Die Zeitschrift versteht sich als Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene, ihr Schwerpunkt liegt auf der Berichterstattung über Motorradclubs, ihre Kultur und Philosophie, ihre Bikes und Events.

Mit diesem Konzept richtet sie sich vor allem an Leser aus diesen Kreisen, an Mitglieder von Clubs, aber auch an ungebundene, „freie“ Biker.

Die BIKERS NEWS erscheint monatlich mit einer Druckauflage von etwa 100000 Exemplaren. Alle vier Wochen erfahren die Leser auf über 130 Seiten alles Wissenswerte rund um die Themen Clubleben, Custombikes und Events. Aktuell, unparteiisch und unterhaltsam stellt das BIKERS-NEWS-Team größere und kleinere Motorradclubs aus dem In- und Ausland vor, gibt der Schraubergemeinde praktische Tipps in Sachen TÜV und Technik oder bittet Persönlichkeiten aus Politik und Prominenz zu exklusiven Interviews. Ein großer Serviceteil mit Kleinanzeigen, Händler-News und Terminen macht das Heft zur unverzichtbaren Informationsquelle aller Biker und Rocker. BIKERS NEWS – aus der Szene, für die Szene.

Editorial der aktuellen BIKERS NEWS-Ausgabe

Wer in seiner Freizeit Uniform gegen Kutte tauscht, kann in der Bundeswehr schnell Probleme bekommen

Foto: Archiv Recondo Vets MMC
Wer in seiner Freizeit Uniform gegen Kutte tauscht, kann in der Bundeswehr schnell Probleme bekommen
Foto: Archiv Recondo Vets MMC




Im November 1965 machte der erste President des Hells Angels MC Oakland dem 36. Präsidenten der USA ein Angebot: In einem Telegramm verkündete Sonny Barger, er und seine Kameraden stünden für den Einsatz hinter den feindlichen Linien in Vietnam bereit. Gut geschulte Kämpfer, so Barger, würden den Feind demoralisieren und die Sache der Freiheit voranbringen – für Ausbildung und Einsatz stünden er und die anderen Hells Angels ab sofort bereit. Doch Lyndon B. Johnson nahm das Angebot nicht an – und so blieben die Rocker zu Hause.

Auch hier und heute, im Deutschland des Jahres 2018, sind Rocker in der Armee nicht gerne gesehen: Wer in seiner Freizeit Uniform gegen Kutte tauscht, kann schnell Probleme bekommen. Zwar reicht die reine Mitgliedschaft in einem Motorradclub nicht aus, um unehrenhaft entlassen zu werden, doch die Vorgesetzten schränken die Karrierechancen deutlich ein. Rocker, so meint man auch im Hauptquartier, stehen in Verbindung mit der Organisierten Kriminalität und verdienen ihr Geld mit Waffen, Drogen und Prostitution. Wer Rocker ist, gilt deshalb als nicht vertrauenswürdig, wird auf ungeliebte, schlecht bezahlte Posten versetzt und von vertraulichen oder geheimen Informationen ferngehalten.

Drei Beiträge dieser Ausgabe widmen sich dem Thema „Biker und Bundeswehr“: Zunächst gibt Rechtsanwalt Matthias Schütte einen Einblick in die Sicherheitsüberprüfungen des Militärischen Abschirmdienstes und erklärt, warum nicht nur Member der großen Einprozenterclubs betroffen sind. Prinzipiell, so Schütte im Interview, könne es jeden treffen.

Die einzige Ausnahme scheinen Motorradclubs zu sein, die aus dem direkten militärischen Umfeld stammen, in der Regel ausschließlich aktiven oder ehemaligen Soldaten offen stehen und sich als „MMCs“ auch namentlich von den üblichen „MCs“ abheben. In einem Überblick zeigen wir, welche „Military Motorcycle Clubs“ es in Deutschland gibt und mit dem „Death Before Dishonor MMC“ stellen wir einen von ihnen anlässlich seines fünfjährigen Jubiläums genauer vor.

Neben der Leidenschaft fürs Motorrad eint alle Member dieser MMCs übrigens das Ziel, das Andenken gefallener Kameraden zu pflegen. So setzen viele von ihnen seit einiger Zeit in Berlin ein deutlich sicht- und hörbares Zeichen: Jedes Jahr zollen Hunderte Biker auf dem Memorial Run den gefallenen Kameraden mit einem Korso ihren Tribut, salutieren vor dem Ehrendenkmal der Bundeswehr am Verteidigungsmuseum und legen Kränze nieder. Und auch für die Anliegen der Veteranen, die zwar lebend, aber oft genug seelisch und körperlich verwundet aus den Auslandseinsätzen zurückkehren, setzen sich die MMC-Member ein. Schließlich werden deren Probleme von der Politik oft genug ignoriert. Doch keine Lobby zu haben ist nicht das Einzige, was sie und die Rocker eint.



Tilmann Ziegenhain, Chefredakteur
 
Stand:21 November 2018 04:36:41/produkte/magazine/bikers%20news.html