BIKERS NEWS

Das Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene


Seit über 30 Jahren ist die BIKERS NEWS das Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene. Aktuell, unparteiisch und unterhaltsam dokumentieren wir das Clubleben, geben Tipps in Sachen TÜV und Behörden und präsentieren die jüngsten Trends im Custombike-Bau.
BIKERS NEWSSeit 1982 veröffentlicht der Huber Verlag die BIKERS NEWS. Die Zeitschrift versteht sich als Sprachrohr der deutschen Biker- und Rockerszene, ihr Schwerpunkt liegt auf der Berichterstattung über Motorradclubs, ihre Kultur und Philosophie, ihre Bikes und Events.

Mit diesem Konzept richtet sie sich vor allem an Leser aus diesen Kreisen, an Mitglieder von Clubs, aber auch an ungebundene, „freie“ Biker.

Die BIKERS NEWS erscheint monatlich mit einer Druckauflage von etwa 100000 Exemplaren. Alle vier Wochen erfahren die Leser auf über 130 Seiten alles Wissenswerte rund um die Themen Clubleben, Custombikes und Events. Aktuell, unparteiisch und unterhaltsam stellt das BIKERS-NEWS-Team größere und kleinere Motorradclubs aus dem In- und Ausland vor, gibt der Schraubergemeinde praktische Tipps in Sachen TÜV und Technik oder bittet Persönlichkeiten aus Politik und Prominenz zu exklusiven Interviews. Ein großer Serviceteil mit Kleinanzeigen, Händler-News und Terminen macht das Heft zur unverzichtbaren Informationsquelle aller Biker und Rocker. BIKERS NEWS – aus der Szene, für die Szene.

Editorial der aktuellen BIKERS NEWS-Ausgabe

Bandido Felix, sein Hot Rod und BIKERS-NEWS-Chef Tilmann
Auch Autofahren kann schön sein. Damit das so bleibt, muss der Gesetz­entwurf von Verkehrs­minister Andreas Scheuer vom Tisch

Bild: Bandido Felix, (lest die Story in der Print-Ausgabe ab Seite 108) sein Hot Rod und BIKERS-NEWS-Chef Tilmann


Ob Atomkraft oder Ehe für alle: Noch-Kanzlerin Merkel hat ein konservatives Kernthema nach dem anderen auf dem Altar der Macht geopfert. Nur Recht und Ordnung sind geblieben – die sind der Union immer noch wichtiger als Freiheit und Gerechtigkeit. Wirklich überraschend ist es also nicht, dass der jüngste Angriff auf die Grundrechte aus dem CSU-geführten Verkehrsministerium kommt. Andreas Scheuer plant, die Umsetzung von Dieselfahrverboten durch eine lückenlose Kontrolle des Straßenverkehrs durchzusetzen. Der „Entwurf eines neunten Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes“ sieht eine flächendeckende Videoüberwachung vor, durch die nicht nur Kennzeichen und Merkmale aller Fahrzeuge erfasst, sondern auch Aufnahmen der Insassen gemacht werden sollen. Zusammen sollen diese Daten dann automatisch samt Ort und Zeit der Aufnahme an die zuständigen Behörden übermittelt werden.

Auch ich kann auf dem komplexen Gebiet des Dieselskandals allenfalls auf ein gepflegtes Halbwissen zurückgreifen. Sind nun ältere oder neuere Diesel schmutziger? Was bringt es, wenn nur Deutschland Fahrverbote verhängt? Und was ist eigentlich mit diesen Kreuzfahrtschiffen, sind die nicht viel schlimmer? Ich weiß es nicht. Doch trotz Feinstaub sind die wesentlichen Fakten gut sichtbar: Die Autoindustrie hat im großen Stil beschissen und der Politik fehlen die Eier, um sie zur Rechenschaft zu ziehen. Statt die Hersteller dazu zu zwingen, die Kosten von Nach- und Umrüstung zu übernehmen, sollen nun die betrogenen Verbraucher zahlen. Und damit die Fahrverbote auch durchgesetzt und Verstöße sanktioniert werden können, soll mit Steuergeldern eine neue Überwachungsinfrastruktur finanziert werden. Auch wenn Minister Scheuer das Gegenteil verspricht, die gesammelten Daten werden irgendwann auch für andere Zwecke genutzt. Selbst wenn es beim Verkehrs- und Zulassungsrecht bleiben würde: Sind die Kameras erstmal da, wird es nicht die Neuwagen treffen – denn die sind ja, zwinker, zwinker, alle sauber. Wahrscheinlicher ist, dass alte Bikes und Autos ins Visier geraten – von umgebauten Unikaten ganz zu schweigen.

Man muss kein Experte sein, um eine Posse wie diese zu beurteilen. Es genügt, die Frage zu beantworten, wer der Nutznießer ist. Keine andere der im Bundestag vertretenen Parteien hat im ersten Halbjahr 2018 so viele Großspenden erhalten wie die Union. Unter den selbstlosen Gönnern befanden sich erneut Susanne Klatten und Stefan Quandt: Sie haben der CDU jeweils 125.000 Euro überwiesen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wie, noch nie von den beiden gehört, auch nicht in Zeiten der Diesel-Affäre? Die reichste Frau Deutschlands und ihr Bruder sind Großaktionäre von BMW. Allein im Frühjahr 2018 hat ihnen der Konzern eine Dividende in Höhe von einer Milliarde Euro ausgezahlt.


Tilmann Ziegenhain, Chefredakteur
 
Stand:19 December 2018 06:11:56/produkte/magazine/bikers+news.html