DREAM-MACHINES + ROADBOOK

Deutschlands großes Harley-Davidson-Magazin


DREAM-MACHINES ist das führende Harley-Davidson Magazin. Ausführliche Tests, großzügige Bikeporträts sowie Fahrberichte der neuesten Serienmaschinen und der weltweit ungewöhnlichsten Top-Custombikes. Dazu wertvolle Umbautipps, Trends, Kultur, Zubehör, Marktübersichten und Szene-Events: Wer Harley liebt, kommt an DREAM-MACHINES nicht vorbei!

DREAM MACHINES DREAM-MACHINES ist das führende Harley-Davidson-Magazin. In exklusiven Bikeporträts präsentiert es topaktuelle Custombikes und zeigt deren Besonderheiten. Ausführliche Praxisfahrtests berichten über die neuesten Serienmaschinen und geben wertvolle Tipps zu deren Umbau.

DREAM-MACHINES stellt aktuelles Motorradzubehör vor, zeigt die Trends der Harley- und Customszene und informiert den Leser über deutsche und internationale Szene-Events. Im Technik- und Ratgeberteil gibt es wertvolle Informationen erfahrener Profis, die für jeden Biker unverzichtbar sind.

Weitere Themen sind Motorradreisen, Personalities, Veranstaltungstermine, History-Berichte, Leserbikes sowie ein umfangreicher Kleinanzeigenmarkt. DREAM-MACHINES erscheint seit 1999 mit einer Druckauflage von 50000 Exemplaren.   

Editorial der aktuellen DREAM-MACHINES + ROADBOOK-Ausgabe

Ein verhaltener Start …

… in die Saison 2019 müssen derzeit die Harley-Händler im Neufahrzeugsegment hinnehmen. Die Kundschaft ist offensichtlich zögerlich, wie sonst wäre es zu erklären, dass die in diesem Frühjahr bestverkaufte Harley-Davidson, es handelt sich um die Street Bob, in der Rangliste der 50 bestverkauften Motorräder in Deutschland gerade mal auf Platz 42 steht. Übrigens: Das zweitbestverkaufte Milwaukee-Eisen ist die Sport Glide, sie rangiert auf Platz 46. Gerade noch so reingerutscht in die Top 50 ist die Fat Bob 114, die das Schlusslicht auf der Liste markiert. Wie Sie sehen, ist Deutschland inzwischen wieder einig Softail-Land, sogar der Überflieger Sportster Forty-Eight ist jetzt durch drei Softails auf die Plätze verwiesen worden.

Das war nicht immer so. In den zehn Jahren zwischen 2006 und 2016 reichte nichts an die Dyna Street Bob, die Dyna Fat Bob und die Forty-Eight heran. Das änderte sich erst, als Harley die Softail-Familie komplett renovierte und mit dem Milwaukee-Eight-Motor ausstattete. Mit dem neuen Fahrwerk hielt auch so etwas wie Schräglagenfreiheit Einzug in die Welt der Softails, diejenigen, die eine Fat Boy oder gar eine Slim aus der Twin-Cam-Ära kennen, wissen, von was hier die Rede ist. Die Kundschaft nimmt die M8-Softails also gut an, und dennoch ist Harley, zumindest im ersten Geschäftsquartal 2019, in der Herstellerwertung auf Platz 7 abgerutscht. Das sah vor Jahren noch deutlich anders aus, da ließ man Worldplayer wie Yamaha und Kawasaki hinter sich und stand auf Augenhöhe mit Honda.

Doch die Imperien schlugen zurück. Die Japaner zum Beispiel mit massentauglichen, qualitativ überzeugenden Fahrzeugkonzepten und günstigen Preisen. Und der Lauf, den BMW und KTM zurzeit hinlegen, ist regelrecht atemberaubend. Beide Hersteller haben ihre Marktanteile im ersten Quartal um über 33 Prozent gesteigert (BMW: 33,31 %; KTM: 33,21 %), in den Top 50 tummeln sich nicht weniger als sechzehn BMW-Modelle und deren neun von KTM. Dabei fällt auf, dass die Kundschaft vermehrt wieder zu kleineren Hubräumen greift. Und genau dieser Käuferklientel hat Harley nichts zu bieten. Wo ist der federleichte 390er-Einzylinder oder der urlaubstaugliche 650er-Zweizylinder aus Milwaukee?

Harley-Davidson hat sich viel zu lange in die „Fetter Hubraum“-Nische zurückgezogen. Eigentlich müssten die Verantwortlichen in Milwaukee wissen, dass es gilt, zu handeln und den Umbau zum Vollsortimenter einzuläuten. Doch sich deutlich breiter aufzustellen, dauert Jahre. Und Elektrofahrräder für Kinder sind meines Erachtens nicht der richtige Weg dorthin.

Ihr Dr. Heinrich Christmann

Chefredakteur

 
Stand:27 June 2019 00:50:59/produkte/magazine/dream-machines.html