ROADSTER + KATALOG

Motorrad pur


ROADSTER – Motor und Rad, offen zur Schau gestellt, sind der heißeste Trend im aktuellen Motorradmarkt. Vorbei die Zeiten, in denen der Leistungsprüfstand beinah alleiniges Kaufkriterium war. Sichtbare Technik, klassische Schönheit, erlebbare, nicht überfordernde Performance: Der Naked-Bike-Markt boomt.
Roadster MagazinDie Zeiten, in denen der Leistungsprüfstand beinah alleiniges Kaufkriterium war, sind vorbei. Sichtbare Technik, klassische Schönheit, erlebbare, nicht überfordernde Performance: Der Naked-Bike-Markt boomt, klassische Roadster rücken wieder in den Fokus, junge Kulttreffen und der Austausch via Internet fördern die Roadsterkultur weltweit.

Mit Tests und Geschichten rund um aktuelle Serienmotorräder, Motorradmenschen und ihre individuellen Custombikes, stilvolle Kleidung und hochwertiges Zubehör bietet das ROADSTER-Magazin der steigenden Zahl von Anhängern dieser jungen und zugleich sehr klassischen Motorradkultur eine Heimat. Nur über Emotionen dringen Motorräder ins Herz. Diese Emotionen erfahren die ROADSTER-Redakteure für euch am eigenen Leib und fassen sie im Lichte ihrer individuellen Erfahrungen zum Nachlesen in plastische Worte.

Harte Testkriterien bleiben dabei nicht außen vor. Mit Kompetenz und Begeisterung wird in der ROADSTER der Technik auf den Zahn gefühlt und klare Aussagen zur Performance getroffen. Verpackt in einer hochwertigen Magazinausstattung, werden kompetente Information und niveauvolle Texte von Fotos flankiert, die die Faszination purer Motorräder auf den Punkt bringen.

Im SzeneShop sind alle Einzelausgaben immer auch nachträglich verfügbar. Um aber keine weiteren Ausgaben mehr zu verpassen, kann man sich die ROADSTER auch bequem jeden zweiten Monat nach Hause liefern lassen. Einfach das Jahresabo abschließen und die 6 Ausgaben pro Jahr für 35 EUR (innerhalb Deutschlands) noch vor Verkaufsstart im Laden im Briefkasten haben.

Editorial der aktuellen ROADSTER + KATALOG-Ausgabe

Schöner Wohnen

Draußen ist es nass, matschig und kalt. Zugegeben, keine neue und auch keine fundamentale Erkenntnis, aber jedes Jahr aufs Neue nervig. Fahren ist kaum drin. Da hilft nur, sich in die Werkstatt zu verziehen. So man denn eine hat. Ein Mann braucht einen Rückzugsort. Einen, an dem er mit seinen Gedanken allein sein kann, seiner Musik, einem Kumpel, zwei Flaschen Bier – und seinen Motorrädern. Bei städtischen Platzverhältnissen nicht immer einfach. Doch Platz ist in der kleinsten Hütte. Es gibt Menschen, die brauchen länger dafür, ihr Motorrad mit Hilfe von ein paar Kumpel in ihr Kellerloch rein- und wieder rauszubugsieren als fürs Schrauben selbst.

Ich immerhin muss nur zwei Türen aushängen und mit Hilfe meiner Söhne lange Minuten hin- und herbugsieren. Oberhalb eines Zylinders wird es schnell heikel – oder unmöglich. Danach sind dann meist neue Scharten im Putz und Schrammen an den Handhebeln. Mein Vorsatz für 2019? Ein Mauerdurchbruch muss her! Im Sommer hab ich den angegammelten Gasofen von der Wand gerissen, um jetzt zu erfahren, dass man keine neuen mehr installieren darf. Jetzt heize ich mit dem Backofen. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Anderen geht es wirklich dreckig. Sie haben lange Anfahrten, keinen Strom, kein Wasser, müssen frieren oder stehen mit ihrem Krad einfach auf der Straße.

Luxuriöse Refugien haben aber auch Nachteile. Zum Beispiel Telefonanschluss oder zumindest Handyempfang. Da schrecken dich dann Anrufe aus deinen Meditationen, die dich daran erinnern, dass das Essen schon vor ’ner halben Stunde fertig war. Oder der Besuch schon lange da ist. Oder der Supermarkt um acht zumacht. In einem abgelegenen, tief in der Erde vergrabenen Betonbunker, in dem nicht mal ein Handy funktioniert, passiert dir sowas nicht.

Doch zurück zum Winter. Im besonders harten und langen von Russland haben viele Motorradfans mittlerweile die Schnauze voll von all den Entbehrungen, vom depressiv machenden Winterblues, den sie Mototoxemia nennen. Ihre Gegenwehr? Sie schleppen ihre Motorräder in ihre Wohn- und Schlafzimmer. Dann können sie zwar auch nicht fahren, sind aber wenigstens nicht länger allein. Ab Seite 118 hat Fotograf Valeriy Zaytsev das für uns dokumentiert. Ein Modell für Deutschland?

In freudiger Erwartung eures Feedbacks unter
­redaktion@roadster-magazin.de grüßt

Guido Kupper, Chefredakteur

 
Stand:21 February 2019 14:39:51/produkte/magazine/roadster.html